Die besonderen Herausforderungen alleinerziehender Eltern in der Kindererziehung
Die besonderen Herausforderungen alleinerziehender Eltern in der Kindererziehung
Alleinerziehende Eltern stehen vor ganz besonderen Schwierigkeiten wenn es um die Erziehung ihrer Kinder geht. Die Verantwortung liegt komplett auf einer Person und das kann manchmal echt überwältigend sein.
Eine der größten Herausforderungen ist definitiv die zeitliche Belastung. Während in einer Partnerschaft beide Elternteile sich die Aufgaben teilen können muss ein alleinerziehender Elternteil alles alleine schaffen. Beruf, Haushalt, Hausaufgabenbetreuung und die emotionale Fürsorge für die Kinder - das alles lastet auf den Schultern von einer einzigen Person. Oft fühlen sich alleinerziehende Mütter und Väter wie sie in einem Hamsterrad gefangen sind und nie wirklich zur Ruhe kommen.
Auch die finanzielle Situation stellt häufig eine große Hürde da. Mit nur einem Einkommen müssen alle Ausgaben gestemmt werden und das lässt wenig Spielraum für besondere Wünsche oder unvorhergesehene Ausgaben. Viele Alleinerziehende müssen genau rechnen und können ihren Kindern nicht immer das bieten was sie gerne würden.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Unterstützung im Alltag. Wenn das Kind krank ist muss man sich selbst um alles kümmern es gibt keinen Partner der einspringen kann. Auch bei Entscheidungen die das Kind betreffen fehlt oft jemand mit dem man sich besprechen kann. Psychologische Beratung Kind München Diese Isolation kann psychisch sehr belastend sein.
Die Kinder selbst leiden manchmal auch unter der Situation. Sie vermissen möglicherweise den anderen Elternteil oder fühlen sich zerrissen zwischen zwei Haushalten. Alleinerziehende müssen hier besonders sensibel sein und ihre Kinder emotional gut auffangen obwohl sie selbst oft am Limit sind.
Trotz all dieser Schwierigkeiten schaffen es viele alleinerziehende Eltern eine liebevolle und stabile Umgebung für ihre Kinder zu schaffen. Sie entwickeln oft eine besondere Stärke und Resilienz die bewundernswert ist. Wichtig ist das sie sich Hilfe holen wenn nötig und ein Netzwerk aufbauen das sie unterstützt.
Entwicklungsphasen verstehen: Vom Kleinkind bis zum Teenager
Entwicklungsphasen verstehen: Vom Kleinkind bis zum Teenager

Als alleinerziehende Mutter oder Vater ist es manchmal echt schwierig den Überblick zu behalten, was in den verschiedenen Altersstufen eigentlich normal ist und was nicht. Ich habe selbst oft gedacht, dass mit meinem Kind was nicht stimmt, bis ich gemerkt habe dass es einfach eine typische Phase war.
In den ersten Lebensjahren, also bei Kleinkindern, passiert unglaublich viel. Die Kleinen lernen laufen, sprechen und entwickeln ihre eigene Persönlichkeit. Besonders die Trotzphase mit zwei bis drei Jahren kann einen echt an die Grenzen bringen, vorallem wenn man alles alleine bewältigen muss. Aber es ist wichtig zu wissen, dass Kinder in diesem Alter ihre Autonomie entdecken und das ist völlig normal, auch wenn es anstrengend ist.
Im Kindergartenalter werden die Kinder dann zunehmend sozialer. Sie lernen mit anderen zu spielen, Freundschaften zu schließen und sich in Gruppen zurechtzufinden. Manchmal haben Kinder von Alleinerziehenden hier besondere Herausforderungen, weil sie zuhause weniger Geschwister oder andere Bezugspersonen haben. Deswegen ist der Kontakt zu anderen Kindern besonders wichtig in dieser Phase.
Die Grundschulzeit bringt wieder neue Veränderungen mit sich. Plötzlich müssen die Kinder still sitzen, sich konzentrieren und Leistung bringen. Manche Kinder kommen damit super zurecht, andere haben Schwierigkeiten. Als Alleinerziehender hat man oft nicht so viel Zeit für Hausaufgabenbetreuung wie man gerne hätte, aber man sollte sich deswegen keine Vorwürfe machen. Wichtiger ist es dem Kind zu zeigen das man für sie da ist, auch wenn die Zeit begrenzt ist.
Dann kommt irgendwann die Pubertät und damit eine der schwierigsten Phasen überhaupt. Teenager durchleben massive körperliche und emotionale Veränderungen. Sie wollen unabhängig sein, lehnen sich gegen Autoritäten auf und testen Grenzen aus. Für Alleinerziehende kann das besonders hart sein, weil man niemanden hat mit dem man sich abwechseln kann oder der einen unterstützt wenn es richtig schwierig wird.
Was viele nicht wissen ist dass in der Pubertät das Gehirn nochmal komplett umgebaut wird. Deswegen sind Teenager manchmal so irrational oder emotional. Sie können ihre Gefühle noch nicht so gut kontrollieren wie Erwachsene, auch wenn sie schon fast ausgewachsen aussehen.
Ein wichtiger Punkt den ich gelernt habe: Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Nur weil das Kind der Nachbarin schon früher sprechen konnte oder bessere Noten hat, heißt das nicht das mit dem eigenen Kind was nicht stimmt. Vergleiche machen nur unglücklich und setzen alle unter Druck.
Als Alleinerziehender sollte man auch darauf achten das man sich selbst nicht vergisst. Wenn es einem selbst nicht gut geht kann man auch nicht gut für die Kinder da sein. Manchmal ist es okay nicht perfekt zu sein oder um Hilfe zu bitten.
Die verschiedenen Entwicklungsphasen zu verstehen hilft einem dabei gelassener zu bleiben und besser einzuschätzen wann professionelle Hilfe nötig ist und wann es einfach nur eine normale Phase ist die vorbei geht. Es gibt viele Bücher und Ratgeber zu dem Thema, aber manchmal hilft auch einfach der Austausch mit anderen Eltern die ähnliches durchmachen.

Bindungstheorie und ihre Bedeutung für Ein-Eltern-Familien
Bindungstheorie und ihre Bedeutung für Ein-Eltern-Familien
Die Bindungstheorie ist ein wichtiges Konzept in der Kinderpsychologie, das auch für alleinerziehende Eltern eine große Rolle spielt. Entwickelt wurde diese Theorie hauptsächlich von John Bowlby in den 1950er Jahren, und sie beschäftigt sich damit wie Kinder emotionale Beziehungen zu ihren Bezugspersonen aufbauen.
Für Alleinerziehende ist es oft eine Sorge ob sie alleine genug für ihr Kind sein können. Die gute Nachricht ist das Kinder nicht unbedingt zwei Elternteile brauchen um eine sichere Bindung zu entwickeln. Was wirklich zählt ist die Qualität der Beziehung und nicht die Anzahl der Bezugspersonen. Ein Kind kann eine sehr gesunde und sichere Bindung zu einem alleinerziehenden Elternteil aufbauen, wenn dieser feinfühlig und verlässlich auf die Bedürfnisse des Kindes reagiert.
Die Bindungstheorie unterscheidet zwischen verschiedenen Bindungstypen. Die sichere Bindung ist dabei das Ziel - Kinder mit sicherer Bindung fühlen sich geborgen und können die Welt erkunden weil sie wissen das ihre Bezugsperson da ist wenn sie sie brauchen. In Ein-Eltern-Familien kann dies genauso gut funktionieren wie in traditionellen Familienstrukturen.
Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Alleinerziehende sind oft stärker belastet durch finanzielle Sorgen, Zeitmangel und fehlende Unterstützung. Diese Stressfaktoren können es schwieriger machen immer feinfühlig auf das Kind zu reagieren. Deshalb ist es besonders wichtig das alleinerziehende Eltern sich auch um sich selbst kümmern und ein Unterstützungsnetzwerk aufbauen.
Großeltern, Freunde, Erzieher oder andere Bezugspersonen können dabei helfen dem Kind mehrere sichere Bindungen zu ermöglichen. Die Bindungstheorie zeigt nämlich auch das Kinder durchaus zu mehreren Menschen gleichzeitig Bindungen aufbauen können. Dies ist sogar vorteilhaft für die emotionale Entwicklung.
Für die Praxis bedeutet dies das alleinerziehende Eltern versuchen sollten regelmäßige Routinen zu schaffen, Zeit für gemeinsame Aktivitäten zu finden und vor allem emotional verfügbar zu sein. Kinderpsychologe München Fokus auf Familie Auch wenn man nicht perfekt sein kann - und das muss man auch nicht - ist es wichtig dem Kind zu zeigen das es geliebt wird und das man für es da ist.

Die Forschung zeigt eindeutig das Kinder aus Ein-Eltern-Familien genauso gut entwickeln können wie Kinder aus Zwei-Eltern-Familien wenn die Bindungsqualität stimmt. Es kommt nicht auf die Familienform an sondern auf die Liebe, Stabilität und Verlässlichkeit die ein Kind erfährt.
Umgang mit Trennungsängsten und emotionalen Belastungen
Umgang mit Trennungsängsten und emotionalen Belastungen bei Kindern alleinerziehender Eltern
Für alleinerziehende Mütter und Väter ist es oft eine besondere Herausforderung wenn ihre Kinder mit Trennungsängsten oder anderen emotionalen Belastungen zu kämpfen haben. Diese Ängste können sich auf verschiedene Weisen zeigen und sind manchmal nicht sofort erkennbar.
Trennungsängste entstehen häufig wenn Kinder das Gefühl haben dass ein Elternteil plötzlich nicht mehr da ist oder sein könnte. Gerade nach einer Trennung der Eltern ist dies ein sehr verbreitetes Phänomen. Das Kind hat ja bereits erlebt dass ein Elternteil gegangen ist und befürchtet nun unbewusst dass auch der andere Elternteil verschwinden könnte. Diese Angst äußert sich oft darin dass das Kind nicht alleine schlafen möchte, Probleme beim Kindergarten- oder Schulbesuch hat oder sehr anhänglich wird.
Als alleinerziehender Elternteil sollte man diese Ängste ernst nehmen aber nicht überbewerten. Es ist wichtig dem Kind Sicherheit zu geben durch klare Routinen und verlässliche Abläufe. Wenn man zum Beispiel zur Arbeit geht sollte man sich immer richtig verabschieden und nicht heimlich verschwinden auch wenn das im Moment einfacher erscheint. Kinder brauchen die Gewissheit dass Mama oder Papa wiederkommt und das lernen sie durch wiederholte positive Erfahrungen.
Emotionale Belastungen zeigen sich bei Kindern oft anders als bei Erwachsenen. Manche Kinder werden aggressiv andere ziehen sich zurück wieder andere entwickeln körperliche Symptome wie Bauchschmerzen oder Kopfweh. Es ist nicht immer leicht die Signale richtig zu deuten besonders wenn man selbst unter Stress steht und vielleicht mit den eigenen Emotionen nach der Trennung kämpft.
Ein wichtiger Aspekt ist dass man als Elternteil auch auf sich selbst achten muss. Wenn es einem selbst nicht gut geht kann man schwer für sein Kind da sein. Das ist keine Schwäche sondern eine Tatsache. Deswegen ist es okay sich Hilfe zu holen sei es durch Freunde Familie oder auch professionelle Unterstützung.
Gespräche mit dem Kind sind essentiell aber sie müssen altersgerecht sein. Einem Dreijährigen kann man nicht die gleichen Dinge erklären wie einem Zehnjährigen. Wichtig ist dass man ehrlich bleibt ohne das Kind zu überfordern. Man muss nicht alle Details der Trennung erklären aber man sollte die Gefühle des Kindes anerkennen und validieren.

Manchmal hilft es auch wenn das Kind seine Gefühle durch Spielen oder Malen ausdrücken kann. Nicht alle Kinder können oder wollen über ihre Ängste sprechen. Kreative Ausdrucksformen können dann ein guter Weg sein um zu verstehen was in dem Kind vorgeht.
Die Zusammenarbeit mit dem anderen Elternteil wenn möglich ist auch sehr wichtig für das Kind. Auch wenn die Beziehung zu Ende ist sollten beide Eltern versuchen eine gemeinsame Linie in der Erziehung zu finden. Das gibt dem Kind Stabilität und Sicherheit.
Letztendlich brauchen diese Prozesse Zeit. Trennungsängste verschwinden nicht von heute auf morgen und emotionale Belastungen brauchen ihre Zeit um verarbeitet zu werden. Als alleinerziehender Elternteil muss man geduldig sein mit dem Kind aber auch mit sich selbst. Es ist ein Lernprozess für alle Beteiligten und es ist völlig normal dass nicht immer alles perfekt läuft.
Effektive Kommunikationsstrategien mit Ihrem Kind
Effektive Kommunikationsstrategien mit Ihrem Kind
Als alleinerziehende Elternteil steht man oft vor besonderen Herausforderungen wenn es um die Kommunikation mit den eigenen Kindern geht. Die Zeit ist knapp, die Belastung hoch und manchmal fehlt einfach die Geduld für lange Gespräche. Trotzdem ist gute Kommunikation einer der wichtigsten Bausteine für eine gesunde Beziehung zum Kind.
Erstmal ist es wichtig zu verstehen dass Kinder anders kommunizieren als Erwachsene. Sie haben noch nicht die Fähigkeit ihre Gefühle immer in Worte zu fassen, besonders jüngere Kinder drücken sich oft durch ihr Verhalten aus. Wenn ein Kind plötzlich aggressiv wird oder sich zurückzieht kann das ein Zeichen dafür sein das es etwas beschäftigt.
Eine effektive Strategie ist das aktive Zuhören. Das bedeutet nicht nur die Worte zu hören sondern wirklich zu verstehen was das Kind meint. Oft erzählen Kinder von der Schule oder von Freunden und wir hören nur mit halbem Ohr zu weil wir nebenbei kochen oder aufräumen. Versuchen Sie sich wenigstens ein paar Minuten am Tag Zeit zu nehmen wo Sie ihrem Kind die volle Aufmerksamkeit schenken. Das muss nicht lang sein, aber es sollte qualitativ hochwertig sein.

Wichtig ist auch die Kommunikation auf Augenhöhe. Gehen Sie in die Hocke wenn Sie mit kleineren Kindern sprechen damit Sie sich wirklich in die Augen schauen können. Das zeigt Respekt und Interesse. Vermeiden Sie es von oben herab zu sprechen oder ständig zu belehren.
Ich-Botschaften sind ebenfalls sehr hilfreich. Statt zu sagen Du machst mich total verrückt mit deinem Chaos können Sie sagen Ich fühle mich überfordert wenn das Zimmer so unordentlich ist. Das klingt weniger anklagend und das Kind fühlt sich nicht sofort angegriffen.
Für alleinerziehende ist es besonders wichtig ehrlich zu sein. Kinder spüren wenn etwas nicht stimmt. Wenn Sie einen schlechten Tag haben dürfen Sie das ruhig sagen. Natürlich sollte man Kinder nicht mit allen Problemen belasten aber eine altersgerechte Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Man kann sagen Mama ist heute etwas gestresst weil auf der Arbeit viel los war ohne ins Detail zu gehen.
Regelmäßige Familienrituale helfen auch bei der Kommunikation. Das kann ein gemeinsames Abendessen sein oder eine Gute-Nacht-Geschichte wo man über den Tag spricht. Solche Rituale geben Struktur und schaffen einen sicheren Raum für Gespräche.
Manchmal ist es auch wichtig Grenzen zu setzen in der Kommunikation. Nicht jede Diskussion muss endlos geführt werden. Wenn Sie eine Entscheidung getroffen haben dürfen Sie dabei bleiben ohne sich ständig rechtfertigen zu müssen. Kinder brauchen klare Ansagen und nicht alles muss verhandelt werden.
Ein weiterer Punkt ist die nonverbale Kommunikation. Umarmungen, ein Lächeln oder eine sanfte Berührung sagen manchmal mehr als tausend Worte. Gerade wenn die Zeit knapp ist können solche Gesten sehr wertvoll sein.
Fehler sind übrigens völlig normal. Niemand kommuniziert immer perfekt und als alleinerziehende Person hat man manchmal einfach nicht die Kraft für ein langes Gespräch. Das ist okay. Wichtig ist das man sich entschuldigt wenn man unfair war und es beim nächsten Mal besser macht.
Zusammenfassend kann man sagen das gute Kommunikation Zeit und Übung braucht aber sie ist die Investition wert. Durch ehrliche offene Gespräche baut man eine vertrauensvolle Beziehung auf die das Kind ein Leben lang trägt.
Selbstfürsorge für Alleinerziehende: Eigene Ressourcen stärken
Selbstfürsorge für Alleinerziehende: Eigene Ressourcen stärken
Als alleinerziehende Mutter oder Vater hat man oft das Gefühl, dass der Tag einfach nicht genug Stunden hat. Kinderpsychologie: 6 Warnsignale, die Eltern kennen müssen . Zwischen Arbeit, Haushalt, Kinderbetreuung und all den anderen Verpflichtungen bleibt kaum Zeit zum durchatmen. Dabei ist es gerade für Alleinerziehende so wichtig, auf sich selbst zu achten und die eigenen Ressourcen zu stärken.
Viele Alleinerziehende fühlen sich schuldig, wenn sie an sich selbst denken. Sie haben das Gefühl das sie immer für ihre Kinder da sein müssen und eigene Bedürfnisse hinten anstellen sollten. Aber genau das ist ein großer Fehler. Denn nur wenn es einem selbst gut geht, kann man auch für seine Kinder wirklich da sein. Es ist ein bisschen wie im Flugzeug – man muss sich erst selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, bevor man anderen helfen kann.
Die eigenen Ressourcen zu stärken bedeutet nicht, dass man egoistisch ist. Was tun, wenn "Nein" nicht reicht? Unsere Erziehungsberatung bringt neue Strategien ins Spiel. Es bedeutet einfach, dass man sich bewusst Zeit für sich nimmt und auf seine körperliche und seelische Gesundheit achtet. Das können ganz kleine Dinge sein die aber eine große Wirkung haben. Vielleicht ist es eine Tasse Tee in Ruhe am Morgen, bevor die Kinder aufwachen. Oder zehn Minuten Meditation am Abend wenn die Kleinen im Bett sind.
Sport und Bewegung sind auch wichtige Faktoren für die Selbstfürsorge. Man muss nicht gleich ins Fitnessstudio gehen oder Marathon laufen. Manchmal reicht schon ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein paar Yoga-Übungen zuhause. Bewegung hilft nicht nur dem Körper, sondern auch dem Kopf frei zu werden.
Ein großes Problem für viele Alleinerziehende ist die soziale Isolation. Man hat wenig Zeit für Freunde und fühlt sich manchmal ziemlich allein. Dabei ist der Austausch mit anderen so wertvoll. ADHS? Wir helfen Kindern, ihre Energie zu steuern – und Eltern, wieder durchzuatmen. Ob es eine Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende ist, ein Elterntreff oder einfach regelmäßige Telefonate mit guten Freunden – soziale Kontakte geben Kraft und Unterstützung.
Auch das Nein-Sagen ist eine Form der Selbstfürsorge. Man muss nicht bei jedem Schulfest dabei sein, nicht jeden Kuchen selbst backen und nicht jede Einladung annehmen. Es ist okay, Grenzen zu setzen und zu sagen wenn etwas zu viel ist. Die eigenen Grenzen zu kennen und zu respektieren ist wichtig für die psychische Gesundheit.
Hilfe anzunehmen fällt vielen Alleinerziehenden schwer. Man möchte alles alleine schaffen und niemanden zur Last fallen. Aber es ist keine Schwäche um Hilfe zu bitten. Ob es die Großeltern sind, die mal auf die Kinder aufpassen, oder Freunde die beim Umzug helfen – ein Netzwerk zu haben macht das Leben leichter.
Manchmal ist es auch wichtig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn man merkt dass alles zu viel wird, die Erschöpfung überhand nimmt oder man sich ständig überfordert fühlt, kann eine Beratung oder Therapie sehr hilfreich sein. Das ist kein Zeichen von Versagen sondern von Stärke.
Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen ist der erste Schritt. Was brauche ich gerade? Was tut mir gut? Was gibt mir Energie? Diese Fragen sollte man sich regelmäßig stellen. Für manche ist es Ruhe und Alleinsein, für andere der Kontakt mit Menschen. Jeder Mensch ist anders und braucht unterschiedliche Dinge um aufzutanken.
Kleine Rituale können helfen, Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren. Von Wut bis Weltschmerz: Unsere Kinderpsychotherapie begleitet kleine Seelen durch große Gefühle. Vielleicht ist es das Lieblingsbuch vor dem Schlafengehen oder die Lieblingsmusik beim Kochen. Solche kleinen Momente der Freude sind wichtig und sollten bewusst eingeplant werden.
Letztendlich geht es darum ein Gleichgewicht zu finden zwischen den Bedürfnissen der Kinder und den eigenen Bedürfnissen. Das ist nicht immer einfach und wird auch nicht immer perfekt funktionieren. Aber schon das Bewusstsein dafür ist ein wichtiger Schritt. Alleinerziehende leisten unglaublich viel und verdienen es, gut für sich selbst zu sorgen.
Professionelle Unterstützung nutzen: Wann und wo Hilfe holen
Professionelle Unterstützung nutzen: Wann und wo Hilfe holen
Als alleinerziehende Mutter oder Vater steht man oft vor besonderen Herausforderungen wenn es um die psychische Gesundheit der eigenen Kinder geht. Manchmal weiß man einfach nicht mehr weiter und das ist völlig normal. Niemand kann alles alleine schaffen, und es ist keine Schwäche sondern ein Zeichen von Stärke wenn man sich eingesteht dass man Unterstützung braucht.
Die Frage ist oft wann genau sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Grundsätzlich gilt: Wenn man sich unsicher fühlt oder das Gefühl hat dass sich das Verhalten des Kindes über längere Zeit negativ verändert ist es sinnvoll sich beraten zu lassen. Anzeichen können sein dass das Kind sich sehr zurückzieht, plötzlich in der Schule schlechter wird, häufig aggressiv reagiert oder über längere Zeit sehr traurig wirkt. Auch Schlafprobleme, Ängste oder körperliche Beschwerden ohne medizinische Ursache können Hinweise sein.
Viele alleinerziehende zögern weil sie denken sie müssten alles selbst regeln können oder weil sie Angst haben verurteilt zu werden. Aber genau das Gegenteil ist der Fall - je früher man Hilfe holt desto besser kann man seinem Kind helfen.
Die erste Anlaufstelle kann der Kinderarzt sein der oft schon gute Tipps geben kann und gegebenfalls an Spezialisten überweist. Auch die Erziehungsberatungsstellen sind sehr hilfreich und meistens kostenlos. Dort arbeiten Psychologen und Sozialpädagogen die viel Erfahrung mit familiären Problemen haben.
Schulpsychologen sind eine weitere gute Option besonders wenn die Schwierigkeiten mit der Schule zusammenhängen. Sie kennen das schulische Umfeld und können gezielt unterstützen. Für akute Krisen gibt es auch Notfalltelefone und Krisendienste die rund um die Uhr erreichbar sind.
Wenn eine Therapie nötig ist kann man sich an niedergelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeuten wenden. Die Wartezeiten sind leider oft lang aber es lohnt sich auf mehrere Wartelisten setzen zu lassen. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten.
Wichtig ist auch das eigene Netzwerk nicht zu vergessen. Selbsthilfegruppen für Alleinerziehende können sehr entlastend sein weil man dort Menschen trifft die ähnliche Erfahrungen machen. Manchmal hilft es schon sehr sich auszutauschen und zu merken dass man nicht alleine ist mit seinen Problemen.
Man sollte sich nicht scheuen mehrere Stellen anzusprechen bis man die richtige Unterstützung gefunden hat. Jedes Kind und jede Familie ist anders und manchmal braucht es ein bisschen bis man die passende Hilfe findet. Das wichtigste ist dass man den ersten Schritt macht und sich traut um Hilfe zu bitten - für sich selbst und vor allem für das eigene Kind.
Resilienz fördern: Ihr Kind stark für die Zukunft machen
Resilienz fördern bei Kindern ist ein wichtiges Thema, besonders für uns Alleinerziehende. Ich hab mich lange damit beschäftigt, wie ich meine Kinder stark machen kann für alles was kommt.
Resilienz bedeutet ja im Grunde die psychische Widerstandskraft. Kinder die resilient sind können besser mit Schwierigkeiten umgehen, sie erholen sich schneller von Rückschlägen und sind insgesamt stabiler. Gerade wenn man alleinerziehend ist, denkt man sich oft ob die Kinder nicht benachteiligt sind weil ein Elternteil fehlt. Aber das muss nicht sein.
Was ich gelernt habe ist das Kinder vor allem eins brauchen - eine verlässliche Bezugsperson. Das können wir sein, auch wenn wir manchmal überfordert sind oder nicht alles perfekt läuft. Wichtig ist das wir da sind und das die Kinder wissen sie können sich auf uns verlassen.
Ein anderer wichtiger Punkt ist den Kindern Selbstvertrauen zu geben. Ich versuche meine Kinder zu ermutigen Dinge selber zu machen, auch wenn es länger dauert oder nicht perfekt wird. Wenn sie merken das sie was schaffen können, stärkt das enorm. Manchmal muss ich mich echt zurückhalten und nicht gleich eingreifen wenn was nicht klappt.
Auch über Gefühle reden ist super wichtig. Kinder müssen lernen das alle Gefühle okay sind - auch Wut, Trauer oder Angst. Ich versuche mit meinen Kindern darüber zu sprechen wenn sie traurig sind wegen der Trennung oder wenn sie den anderen Elternteil vermissen. Das ist nicht immer einfach für mich, weil ich ja auch meine eigenen Gefühle habe dazu.
Was auch hilft ist eine gewisse Routine im Alltag. Kinder brauchen Struktur und feste Abläufe geben ihnen Sicherheit. Bei uns gibts feste Essenszeiten und Schlafenszeiten, auch wenn es manchmal stressig wird alles unter einen Hut zu kriegen.
Soziale Kontakte sind ebenfalls wichtig. Freundschaften zu anderen Kindern, aber auch zu anderen Erwachsenen wie Großeltern, Tanten oder Nachbarn. Das zeigt den Kindern das es ein ganzes Netzwerk gibt das sie unterstützt, nicht nur Mama oder Papa alleine.
Ich versuche auch meinen Kindern beizubringen das Probleme zum Leben dazu gehören und das man Lösungen finden kann. Wenn was schief geht überlegen wir zusammen was man anders machen könnte. Das ist manchmal anstrengend aber ich glaube es lohnt sich.
Ganz wichtig finde ich auch auf sich selber zu achten als Alleinerziehende. Wenn es mir gut geht können auch meine Kinder besser damit umgehen wenn mal was schwierig ist. Deshalb nehm ich mir auch mal Zeit für mich, auch wenn das nicht oft möglich ist.
Resilienz entwickelt sich über Jahre hinweg und es gibt keine Garantie. Aber ich glaube wenn wir unseren Kindern Liebe, Sicherheit und Vertrauen geben, dann haben sie gute Chancen stark zu werden für ihr Leben. Auch in einer Ein-Eltern-Familie können Kinder super aufwachsen und resilient werden.