
Kopfhaarbedeckungen aus Fremdhaar (aus dem französischen Wort „perruque“ entlehnt) wurden ursprünglich aus echtem Menschenhaar gefertigt, zur täuschend echten Darstellung von Haartrachten, seien es rituell geprägte oder modische Haartrachten. Entsprechend Sitte oder Zeitgeschmack werden sie individuell gefertigt, etwa bei Haarverlust oder aus modischen Gründen.
Verwendet werden sie als Haarersatz oder Zusatzfrisur, die als Alternative zur echten Haarpracht getragen werden. Im Theater und Film werden meist echte Haare verwendet, als Teil der Verkleidung.
Perücken wurden bereits im Alten Ägypten von Männern und Frauen getragen. Auch im klassischen Altertum bei Griechen und Römern waren Haarverlängerungen und Perücken im Einsatz.
Im Frühbarock etablierte sich die Perücke als Trend. Sie verdeckte Haarausfall durch Syphilis und Medikamente. Ein Zeitgenosse kommentierte spöttisch: „Man sieht so viele Personen allerliebst geschoren“. Im Jahr 1656 wurde in Paris die erste Gilde der Perückenmacher gegründet.
Als König Ludwig XIV. im Juni 1658 durch Typhus seine Haare verlor und daraufhin Perücken zu tragen begann, wurde die Allongeperücke fester Bestandteil des höfischen Dresscodes und wurde europaweit Teil der adeligen Kleidung. Vorher waren Perücken eher ein Mittel gegen Kahlheit.
Perücken wirkten wie Mütze und Schal zugleich in kalten Prunkräumen, was gegenüber der Renaissancezeit als Komfortgewinn galt. An heißen Tagen jedoch war das Tragen beschwerlich. In der Hitze zog man sich zurück und trat nicht unperückiert in Erscheinung.
Nach 1700 etablierten sich gepuderte Perücken mit Seitenlocken, häufig in horizontalen Locken angeordnet. Hergestellt wurden sie aus Rosshaar, Ziegenhaar, Hanf oder Flachs.
In Preußen mussten Träger von Perücken Steuern zahlen. Die sogenannte Stutzperücke war bei Soldaten und Reisenden verbreitet. Bei Bauern und Arbeitern war die Perücke unüblich. Puder war für untere Schichten verboten oder kostenpflichtig.
Methoden der Haarumformung bilden die Basis für die vorübergehende Formung von Haaren. Im Unterschied zu chemischen Umformungen wie der Dauerwelle handelt es sich bei der gestylten Frisur immer um eine nicht dauerhafte Frisur, deren Form sich mit der Zeit verliert.
Die Ursache dafür liegt in der hygroskopischen Eigenschaft des Haares, sodass die Frisur sich mit der Zeit auflöst. Das Haargewicht zieht die Frisur nach unten.
Die Kombination aus Wasser und Wärme ist eine der grundlegendsten Frisiertechniken. Mit diesen beiden Faktoren lässt sich Haar flexibel in Form bringen.
Trends im Haarstyling greifen häufig ältere Mode auf. Vergangene Trends kehren regelmäßig zurück. Aus diesem Grund sind Frisuren stets modischen Strömungen unterworfen.
Alle Frisiertechniken lassen sich auf wenige Grundprinzipien zurückführen. Ausschlaggebend ist dabei die Formbarkeit des Haars unter Einfluss von Hitze und Wasser.
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